Aktuelle Informationen

Kultur pur im Hamburger Lokalradio

Im Jahre 1998 gegründet von Michael Kittner (1947 – 2019)

 

 

HLR-Programmhinweis

Zur sonntäglichen Primetime um 20 Uhr präsentiert das Hamburger Lokalradio in den nächsten Wochen wunderbare (teilweise für unser Radio exklusive) Konzertmitschnitte!

Unter anderem sind bei uns zu Gast:

24.05.2020, 20 Uhr – Gerd Baumann & Parade (Cosmic Roundabout und Buchrelease) – (Re)Live aus der Bar Gabányi in München (Aufnahme vom 21.05.)

31.05.2020, 20 Uhr – Gudrun Mittermeier und Band („Seeheim“ – CD Release) – (Re)Live aus der Bar Gabányi in München (Aufnahme vom 28.05.)

07.06.2020, 20 Uhr – Siyou’n’Hell – (Re)Live aus dem Theater Ravensburg (Aufnahme vom 24.05.)

14.06.2020, 20 Uhr – Ray Wilson und Band – (Re)Live at home (Auszüge seiner „unTour“ Streamingkonzerte)

21.06.2020, 20 Uhr – Bananafishbones (unplugged) – (Re)Live aus der Bar Gabányi in München (Aufnahme vom 07.05.)

28.06.2020, 20 Uhr – Björn Nonnweiler (Liedermacher) – (Re)Live aus dem Kulturhof Emst in Hagen (Aufnahme vom 05.06.)

Vielen Dank an alle Beteiligten für die problemlosen Genehmigungen, dass diese Konzerte bei uns ausgestrahlt werden dürfen!

 

 

Aktueller Hinweis zum Empfang über das digitale Kabelnetz Vodafone/Kabel Deutschland:

Liebe Hörerinnen und Hörer,

leider ist die Einspeisung unseres Programms beim Kabelnetzanbieter Vodafone/Kabel Deutschland zur Zeit ausgefallen (Stand: 23.04.2020).

Wir bemühen uns diesen Ausfall so schnell wie möglich zu beheben und bitten Sie, bis dahin für den Empfang unserer Sendungen auf unseren Internetstream oder auf das Digitalradio DAB+ auszuweichen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

 

 

Aktuelle Informationen zum Thema Coronavirus:

https://www.hamburg.de/

 

 

HLR aktuell (03.06.2020)

Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen: Deutscher Musikrat fordert DLR auf, Corona-Grundlagenforschung zu koordinieren

Erste Studien zum Corona-Musizieren geben vorsichtige Entwarnung etwa in Bezug auf den Aerosolausstoß von Blasinstrumenten, der niedriger als erwartet ausfällt. Dennoch gibt es derzeit aufgrund der Abstandsregeln noch keine verlässlichen Perspektiven für eine Wiedereröffnung von größeren Veranstaltungsräumen, die auch wirtschaftlich praktikabel ist. Flugzeuge dagegen dürfen mittlerweile wieder voll besetzt abheben, obwohl auch hier noch nicht abschließend geklärt ist, wie hoch die Ansteckungsgefahr an Bord ist.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Der Deutsche Musikrat fordert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) dazu auf, gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut federführend Corona-Grundlagenforschung zur Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen zu betreiben, zu koordinieren und zur Verfügung zu stellen. Die Entscheidung, Flugzeuge wieder vollbesetzt starten zu lassen, ist wirtschaftlich begründet. Der Flugbetrieb lohnt sich nur mit voll besetzten Reihen, ebenso wie der Kulturbetrieb, der ein erheblicher Wirtschaftsfaktor in Deutschland ist. Was für Flugzeug und Bahn gilt, muss auch für Konzertsäle gelten.

Falls die Luftfahrtindustrie in ihrer Annahme Recht hat, dass aufgrund der guten Belüftung durch Hochleistungspartikelfilter Fliegen unkritisch sei, könnte dies auch eine gute Nachricht für Veranstaltungsräume mit geräuschminimierter Klimaanlage sein bzw. es könnte gezielt in solche investiert werden. Doch hierfür werden verlässliche Erkenntnisse benötigt, wie sie das DLR in einem Forschungsprojekt gerade untersucht. Jetzt ist Kooperation gefragt, um grundlegendes Wissen – etwa zur Rolle von Luftströmen und -filtern in Bezug auf Corona-Ansteckungen – zu bündeln und zu teilen. Ein solches Wissensbündnis würde dazu beitragen, dass nicht nur das Transportwesen, sondern auch andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens wie der Konzertbetrieb womöglich schneller wieder hochfahren können.“

Aufgrund der Abstandsregeln könnten derzeit die meisten Konzerthäuser maximal ein Viertel ihrer Publikumsplätze besetzen. An den Häusern, an denen ein Betrieb mittlerweile wieder erlaubt ist – wie am Staatstheater Wiesbaden –, wird daher in Kleinstbesetzung musiziert. Damit kann kein wirtschaftlich sinnvoller Konzertbetrieb stattfinden, und die künstlerische Freiheit der Programmgestaltung wird stark eingeschränkt. Ohne die Rückkehr zu einem weitest gehenden „Normalbetrieb“ werden selbst gut aufgestellte Häuser wie die Berliner Philharmonie oder das Festspielhaus Baden-Baden bald in finanzielle Notlagen geraten.

 

 

HLR aktuell (31.05.2020)

Landesbischöfin predigte am Pfingstsonntag im Schweriner Dom:

„Gottes Geist beflügelt, unser Leben neu zu denken“

Schwerin (cs). Erstmals seit Beginn der Corona-Beschränkungen predigte Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt heute (31. Mai) wieder in einer Kirche. Ein Jahr nach ihrer Amtseinführung zu Pfingsten 2019 im Schweriner Dom hielt sie dort die Predigt zum diesjährigen Pfingstsonntag. Der Dom in Schwerin ist ebenso wie der Lübecker Dom ihre Predigtstätte als Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche). Der Gottesdienst wurde unter Einhaltung der geltenden Verordnungen und der von der Nordkirche empfohlenen Schutzmaßnahmen gehalten.

In Ihrer Pfingstpredigt ging Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt auf die Verbundenheit mit den Partnerkirchen der Nordkirche in aller Welt ein, aus denen zahlreiche Gäste vor einem Jahr zu ihrer Einführung als Landesbischöfin zum Pfingstfest angereist waren: „Ich denke an die Schwestern und Brüder aus Indien und Tansania, aus Brasilien und China, aus dem Nahen Osten ebenso wie aus Europa. Die Not so vieler Menschen ist gravierend, sie brauchen unsere Hilfe. Dass wir mit ihnen weiter verbunden sind, mögen sie alle spüren und erfahren: durch unser Gebet, unsere Fürbitte und ebenso durch unsere tatkräftige Hilfe.“

Die Landesbischöfin betonte: „Wir alle wirken daran mit, dass Gottes neue Welt, dass sein Reich beginnt. Jetzt und hier. Weil wir für Gottes Reich relevant sind, müssen wir sicher – ganz sicher – nicht belegen oder erweisen, dass wir systemrelevant sind – für welches System auch immer.“

Sie machte deutlich: „Wir sind relevant für Menschen, nicht für Systeme. In jedem System aber sind wir relevant, unabhängig davon, ob andere das so sehen oder nicht, weil wir für Gottes Reich einstehen. Wir sind relevant dafür, dass Liebe und Barmherzigkeit ihren Raum suchen und finden, ihn beanspruchen und einnehmen. Dass sie zunehmen und größer werden, damit Frieden und Gerechtigkeit sich ausbreiten. Und damit alle Menschen in Würde leben können.“

Im Blick auf die christliche Verantwortung der Einzelnen hob die Landesbischöfin hervor: „Das Reich Gottes ist kein System. Es ist ein weltumspannendes, Herz und Seele erfüllendes Kraftfeld. Das Kraftfeld seines Heiligen Geistes. Dieser Geist inspiriert, an Krankenbetten zu sitzen und dafür zu sorgen, dass Bedürftige zu essen haben. Er lässt uns Menschen retten – aus Seelenangst und Seenot gleichermaßen und schüttelt uns energisch durch, wenn wir spekulieren, welche Not wohl die größere sein könnte.“

Zur weltweiten und gesellschaftlichen Verantwortung von Christinnen und Christen sagte Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt: „Gottes Geist beflügelt uns, unser Leben neu zu denken. Nicht abzuwägen, wer wohl zurückstehen muss, damit die Wirtschaft jetzt schnell wieder zu ihrem Recht kommt. Sondern zu überlegen, wie unsere Wirtschaft, unser ganzes Leben aussehen müssen, damit alle in Würde am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und eben keiner zurückstehen muss. Er lässt uns überlegen, wie ein gutes Leben gelingen kann in einer globalisierten Welt, deren Verletzlichkeit alle weltweit spüren. Wie wir uns den Folgen des Klimawandels stellen werden. Wie wir zukünftig Kirche sein werden. Und dann lässt er uns handeln – mutig und neugierig, durch seine Kraft bestärkt.“

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt ist seit 2019 Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche). Sitz der Landesbischöfin ist Schwerin. Sie ist auch stellvertretende Leitende Bischöfin der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB).

Hintergrund

Seit dem 17. März waren zum Schutz vor Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Mecklenburg-Vorpommern wie auch bundesweit gottesdienstliche Zusammenkünfte in Kirchen, Synagogen und Moscheen untersagt worden. Unter diesen Umständen musste auch der für Karfreitag im Schweriner Dom geplante Gottesdienst mit der Landesbischöfin ausfallen. Ab dem 4. Mai hat das Land Mecklenburg-Vorpommern wieder Gottesdienste in Kirchen zugelassen – unter Einhaltung entsprechender Schutzmaßnahmen. Die Nordkirche hatte angesichts der Corona-Pandemie bereits Ende Februar erste Handlungsempfehlungen für das kirchliche Leben ausgesprochen und diese laufend erweitert und aktualisiert, zuletzt am 19. Mai. Dazu gehören unter anderem Abstandsregelungen, Begrenzungen von Teilnehmendenzahlen, Hygienemaßnahmen wie Mund-Nasen-Schutz und Desinfektion sowie die Aufnahme von Kontaktdaten zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten.

Den Link zur Pfingstpredigt von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt finden Sie unter dem Menüpunkt „Predigten“ auf der Internetseite:

https://landesbischoefin-nordkirche.de

 

 

HLR aktuell (25.05.2020)

Liebe Mitglieder, liebe Ratsuchende,

die Stadt Hamburg hat eine offizielle Haltung zur Abstandsregelung bei Begleitpersonen von Menschen mit Seheinschränkung veröffentlicht, wir erinnern noch einmal an die Umfrage zum Sehbehindertentag und lösen das Freitags-Quiz auf. Dies sind die heutigen Themen unseres Corona-Newsletters.

Abstand zur Begleitperson – offizielle Regelung

Immer wieder hören wir von Mitgliedern, denen zusammen mit ihrer Begleitung der Einlass zu Geschäften verwehrt worden ist, weil sie die Abstandsregelungen nicht beachten. Unser Ehrenamtskoordinator hat sich aus diesem Grund bereits an die Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, Ingrid Körner, gewandt.

Nun wird auf der Informationsseite zur Maskenpflicht auf www.hamburg.de klargestellt:

„Grundsätzlich gilt auch hier das Abstandsgebot. Menschen, die jedoch nachweislich aufgrund einer Sehbehinderung auf eine Begleitperson angewiesen sind und behinderungsbedingt keinen Abstand zu dieser Person halten können, müssen den Mindestabstand nicht wahren.“

Quelle: https://www.hamburg.de/corona-maske/#dreizehn

Erinnerung: Was wünschen Sie sich von sehenden Mitmenschen?

In der letzten Woche hatten wir Sie gebeten, an einer Umfrage des DBSV teilzunehmen. Anlässlich des Sehbehindertentages am 6. Juni möchte der DBSV eine Liste mit Tipps veröffentlichen, wie man Menschen mit Seheinschränkung in der Corona-Krise helfen kann. Dazu sollten möglichst viele Wünsche abgegeben werden. Die Umfrage läuft noch bis zum 26. Mai 2020 – also nur noch bis morgen. Falls noch nicht geschehen, bitten wir Sie, mitzumachen und die folgende Frage zu beantworten: Welche Unterstützung wünschen Sie sich in Corona-Zeiten von Ihren sehenden Mitmenschen?
Bitte geben Sie möglichst konkrete Hinweise, was ein sehender Mensch Hilfreiches tun könnte. (Beispiel: „Wenn ich mit meinem Langstock an einer Bushaltestelle mit mehreren Buslinien stehe, würde ich mir wünschen, dass mir jemand anbietet, die Nummern der ankommenden Busse vorzulesen.“)
Ihren persönlichen Wunsch können Sie ganz einfach „abgeben“ unter:
https://www.dbsv.org/mein-thema.htmlDamit Sie Ihren Beitrag anonym einreichen können, finden Sie dort ein einfaches Formular. Bei Problemen mit dieser Internetseite können Sie Ihren Wunsch aber auch per E-Mail an v.lenk@dbsv.org mitteilen oder per Post an die DBSV-Geschäftsstelle, Volker Lenk, Rungestr. 19, 10179 Berlin.

Antworten unseres Newsletter-Quiz vom Freitag

Wir freuen uns wieder über zahlreiche Einsendungen zu unserem Freitags-Quiz und lösen hiermit auf:

  1. Was hat im Mai keine Saison, Rhabarber, Rosenkohl, Spargel oder Spinat? Es ist der Rosenkohl
  2. Ende Mai beginnt die Matjes-Saison. Kennen Sie den Unterscheid zwischen Matjes und Hering? Matjes ist junger, noch nicht geschlechtsreifer Hering
  3. Welche Pflanze kommt in die klassische Maibowle? Waldmeister.

Am Freitag wartet das nächste Quiz auf Sie!

Wir sind für sie da!

Uns ist es sehr wichtig, möglichst viele blinde und sehbehinderte Menschen in diesen Zeiten mit den nötigen Informationen zu versorgen. Bitte weisen Sie auch Nichtmitglieder darauf hin.

Sie erhalten unseren Krisen-Newsletter über unterschiedliche Wege:

Newsletter: Schreiben Sie eine Mail an n.antlitz@bsvh.org oder melden sich auf unserer Website an.

RSS-Feed: Geben Sie die Adresse https://www.bsvh.org/share/bsvh-news.xml in den RSS-Reader ein.

Infotelefon: Rufen Sie an unter Tel. (040) 209 404 66, dann wird Ihnen der Newsletter vorgelesen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Ihnen weiterhin unter Tel. (040) 209 40 40 und E-Mail: info@bsvh.org zur Verfügung.

Passen Sie gut auf sich auf!

Ihr BSVH-Team

 

 

HLR aktuell (19.05.2020)

Tradition und Innovation: Deutscher Musikrat gratuliert Schott zum 250. Geburtstag

Am 17. Mai 2020 sollte das große Jubiläum begangen werden. Doch die offiziellen Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag des Musik- und Musikbuchverlags Schott fielen – wie so vieles – der Coronakrise zum Opfer. Die Schott Music GmbH & Co. KG wurde im Jahr 1770 von Bernhard Schott gegründet und ist einer der ältesten noch bestehenden Musikverlage. Seit 1983 wird der Verlag von Dr. Peter Hanser-Strecker geleitet, der sich vielfältig politisch und kulturell engagierte, u.a. im Deutschen Musikrat, dessen Ehrenmitglied er ist.

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Der Deutsche Musikrat gratuliert Schott ganz herzlich zum 250-jährigen Bestehen! Im Geburtsjahr von Beethoven gegründet, hat der Verlag mehrere Epochen der Musik- und Zeitgeschichte mit seinen Noten und Schriften begleitet und dokumentiert. Heute steht Schott wie kaum ein anderer Musikverlag gleichermaßen für die Bewahrung des musikalischen Erbes – mit seinen sorgsam editierten Urtext- und Notenausgaben – wie auch für Innovation etwa durch Digitalisierungs-Projekte. Wir hoffen, dass Schott die aktuelle Coronakrise, die die Musikindustrie hart trifft, unbeschadet überdauern kann und das Musikleben als Chronist der zukünftigen Entwicklungen auch weiterhin begleiten wird.“

Schott Music ist mit seinem umfangreichen Verlagsprogramm und seinen Plattenlabels Intuition und WERGO ein wichtiger Akteur der Musikindustrie. Mit seinen verlagseigenen Fachzeitschriften trägt Schott zudem zum lebhaften Diskurs der deutschsprachigen Musikwelt bei.

 

 

HLR aktuell (17.05.2020)

Zweites Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite verabschiedet

Gesetz spart große Bereiche der Pflege bei Bonuszahlungen aus

Berlin | Einen Tag nachdem der Bundestag dem Gesetzesentwurf zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage zugestimmt hat, wurde dieses nun auch vom Bundesrat beschlossen. Es enthält zahlreiche Rechtsänderungen und Ermächtigungen, um die Corona-Pandemie bestmöglich zu bewältigen.

Neben einer Neuregelung, dass Coronavirus- und Antikörpertestungen zukünftig vollständig von den Krankenkassen finanziert werden, wurde ebenfalls beschlossen, dass besonders in stationären Pflegeeinrichtungen vermehrt Tests durchgeführt werden. Darüber hinaus wurde auch beschlossen, eine einmalige Sonderzahlung auszuloben, die jedoch große Bereiche der professionell Pflegenden ausspart.

Ausschließlich Pflegende, die in der stationären und ambulanten Langzeitpflege beschäftigt sind, erhalten im Jahr 2020 eine einmalige Corona-Zahlung von bis zu 1000 Euro. Die einzelnen Bundesländer und Arbeitgeber in der Pflege können diesen Bonus bis zu einer Summe von 1500 Euro aufstocken, die dann die Grenze der steuer- und sozialversicherungsabgabenfreie Sonderzahlung ist.

„Es ist ein Zeichen der gesellschaftlichen Wertschätzung für die hohe physische und psychische Belastung, der die Beschäftigten in der Altenpflege durch die Corona-Pandemie ausgesetzt sind. Ich fordere nun alle Bundesländer auf, den Bonus um weitere 500 Euro zu erhöhen damit die maximale Steuerfreiheit auch wirklich ausgenutzt werden kann“, betont Patricia Drube, Sprecherin der Bundespflegekammer.

„Nicht nachvollziehbar ist, dass Beschäftigte in anderen Bereichen der Pflege komplett leer ausgehen sollen. Gerecht ist das nicht. Auch die Pflegefachpersonen in den Krankenhäusern stehen in regelmäßigem und unmittelbarem Kontakt mit Hochrisikopersonen oder bereits an Covid-19 erkrankten Patienten. Sie haben ein deutlich erhöhtes Risiko, selbst an Covid-19 zu erkranken. Die besonderen Erschwernisse, die aus der Verwendung von Schutzkleidung und Besuchsverboten resultieren, gibt es auch in anderen Sektoren der Pflege“, so Drube weiter.

Die nun beschlossene Corona-Prämie dürfe aber keine Beruhigungspille sein, um eine generelle finanzielle Aufwertung des Pflegeberufes auf die lange Bank zu schieben. „Wir brauchen einen bundesweit flächendeckenden Tarifvertrag in der Langzeitpflege und eine bessere Bezahlung aller Pflegefachpersonen“, so Drube abschließend.

Zum Hintergrund der Bundespflegekammer

Die Bundespflegekammer besteht aus den drei bestehenden Pflegekammern der Länder Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sowie dem Deutschen Pflegerat. Sie wurde am 14. Juni 2019 als Bundesvertretung der Pflegekammern in Berlin gegründet. Die jeweiligen Präsidentinnen oder Präsidenten der beteiligten Organisationen vertreten die Bundespflegekammer nach innen und nach außen. Der Sitz ist in Berlin. Die Bundespflegekammer vertritt die Anliegen ihrer Mitglieder auf Bundesebene.

Die Bundespflegekammer informiert unter www.bundespflegekammer.de über ihre Arbeit.

 

 

HLR aktuell (15.05.2020)

Liebe Mitglieder, liebe Ratsuchende,

in unserem heutigen Newsletter geben wir Tipps zum Tragen der Mund-Nasen-Masken, informieren Sie über die Kritik des BSVH an der Vereinbarung der Stadt Hamburg mit der Volksinitiative Radentscheid und haben neue Quizfragen für Sie.

Beitrag bei NDR DAS!

Vor einiger Zeit hatten wir einen Beitrag bei NDR DAS! angekündigt, der dann leider verschoben wurde. Am vergangenen Dienstagabend wurde er, leider etwas kürzer als gedacht, ausgestrahlt. Die Redaktion hat unsere Teilhabeberaterin Christin Becker in Hamburg begleitet und mit ihr über die Schwierigkeiten gesprochen, die Menschen mit Seheinschränkung in der derzeitigen Corona-Situation im Alltag begegnen.

Den Beitrag finden Sie unter https://tinyurl.com/NDR-DAS-BSVH

Trage ich die Maske richtig?

Das Tragen eines „Mund-Nasen-Schutzes“ ist inzwischen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens Pflicht. Auch in unserer Geschäftsstelle, dem Louis-Braille-Center oder den öffentlichen Bereichen in unserem AURA-Hotel Timmendorfer Strand. Wir haben im Newsletter schon Hinweise gegeben, wo man Masken erhält, wie diese auf- und abzusetzen sind und wer von der Maskenpflicht befreit ist. Nun möchten wir Ihnen ein paar Tipps geben, ob und wie man die Maske richtig trägt. Dazu hat der DBSV einige Informationen zusammengestellt:

Anleitungen für den Einsatz von Masken gibt es in großer Menge. Da diese viele Bilder verwenden, sind sie für blinde und sehbehinderte Menschen oft nicht gut nutzbar. Die folgenden Tipps und Hinweise beziehen sich auf Masken mit elastischen Schlaufen, die über die Ohren gezogen werden.

  • Der nach oben gehörende Rand (der auf der Nase liegt) ist meist etwas dicker und/oder anhand einer Verstärkung, z. B. durch einen Draht, fühlbar.
  • Bei einem Teil der verschiedenen Masken-Modelle ist zudem wichtig, welche Seite auf der Haut liegt.
  • Hinweis: Bei Wiederverwendung einer Maske ohne zwischenzeitliche Reinigung/Desinfektion ist es grundsätzlich sehr wichtig, dass immer die gleiche Seite auf der Haut liegt, siehe dazu auch weiter unten.
  • Wenn Sie unsicher sind, wie herum Ihre Maske getragen werden muss, fragen Sie am besten einen sehenden Menschen und bringen dann eine Markierung an der Maske an.
  • Wird eine Brille getragen, soll diese immer auf der Maske sitzen. Trotzdem kann sie beschlagen, wenn die Maske nicht dicht auf der Nase und unter der Brille anliegt. Manchmal hilft es, den Draht fester anzudrücken oder die Brille ein wenig vorzuziehen. Auch ein Anti-Beschlag-Spray kann probiert werden.

Weitere Informationen zum Tragen einer Maske und eine Übersicht, wie eine Befreiung von der Pflicht in den unterschiedlichen Bundesländern geregelt ist, erhalten Sie unter https://www.dbsv.org/corona.html#masken

LAG und BSVH kritisieren Einigung der Stadt Hamburg mit der Volksinitiative Radentscheid

Auch die Aufgaben der Interessenvertretungen stehen in diesen Zeiten nicht still. Die Hamburgische Bürgerschaft hat in der vergangenen Woche – ohne öffentliche Debatte – ein Maßnahmenpaket abgesegnet, dass die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen mit der Volksinitiative Radentscheid ausgehandelt haben. Das Maßnahmenpaket zum Ausbau des Radverkehrs in Hamburg, das im Antrag unter dem Betreff „Einigung mit der Volksinitiative Radentscheid Hamburg – die Fahrradstadt Hamburg wird inklusiver“ ausgearbeitet wurde, versteht sich als inklusives Verkehrskonzept. Die Belange behinderter Menschen werden in diesem jedoch unzureichend berücksichtigt. Dies kritisieren der BSVH und die Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen (LAG) und haben sich dazu nun in einem Brief an die Verantwortlichen gewandt.

„Viele Menschen mit Behinderungen können das Fahrrad nicht nutzen. Vielfach stellt der Radverkehr für diese Personengruppen sogar eine Gefährdung dar“, erklärt Heiko Kunert, Geschäftsführer des BSVH und Vorstandsmitglied der LAG. „In einem inklusiven Konzept hätte man die Belange dieser Menschen sorgfältig einbeziehen und abwägen müssen. Dies ist nicht geschehen“, so Kunert.

Auch beanstanden die Interessenvertretungen der Menschen mit Behinderung, dass das Maßnahmenpaket ohne öffentliche Debatte in der Bürgerschaft beschlossen wurde. „Es entsteht der Eindruck, dass der Radverkehr nunmehr die bevorzugte Verkehrsart werden soll. Die Belange der Fußgänger als schwächste Verkehrsteilnehmer werden hierbei weitgehend ausgeblendet – oder besser gesagt – nicht angehört“, so Kunert.

LAG und BSVH haben die wichtigsten fachlichen Kritikpunkte in einem Brief an die Regierungsfraktionen von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen sowie an Verkehrssenator Michael Westhagemann und die Volksinitiative Radentscheid selbst benannt. Sie fordern, die Beschlüsse zur Förderung des Radverkehrs bei der Umsetzung entsprechend zu erweitern und die Interessenvertretungen der behinderten Menschen dabei wirksam einzubeziehen. Dies gilt insbesondere für die Sensibilisierung des Radverkehrs für die Belange behinderter Menschen im Straßenverkehr.

Das Freitags-Quiz

Heute suchen wir norddeutsche Bezeichnungen. Mal schauen, ob Sie darauf kommen:

  1. Wie ist die norddeutsche Bezeichnung für Holunder?
  2. Wie nennt man in einigen norddeutschen Regionen Möhren oder Karotten?
  3. Im Finnischen nennt man es Pulla, im schwedischen Kanelbulle. Wie ist die Hamburger Bezeichnung für dieses leckere Süßgebäck?

Am Montag erfahren Sie unsere Auflösung in diesem Newsletter. Schicken Sie uns die richtigen Antworten bitte an redaktion@bsvh.org. Wir freuen uns jetzt schon auf Ihre Einsendungen und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende!

Wir sind für sie da!

Uns ist es sehr wichtig, möglichst viele blinde und sehbehinderte Menschen in diesen Zeiten mit den nötigen Informationen zu versorgen. Bitte weisen Sie auch Nichtmitglieder darauf hin.

Sie erhalten unseren Krisen-Newsletter über unterschiedliche Wege:

Newsletter: Schreiben Sie eine Mail an n.antlitz@bsvh.org oder melden sich auf unserer Website an.

RSS-Feed: Geben Sie die Adresse https://www.bsvh.org/share/bsvh-news.xml in den RSS-Reader ein.

Infotelefon: Rufen Sie an unter Tel. (040) 209 404 66, dann wird Ihnen der Newsletter vorgelesen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Ihnen weiterhin unter Tel. (040) 209 40 40 und E-Mail: info@bsvh.org zur Verfügung.

Passen Sie gut auf sich auf!

Ihr BSVH-Team

 

HLR aktuell (05.05.2020)

Wieder offen! Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

nimmt am 7. Mai 2020 Publikumsbetrieb auf

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg kann ab diesem Zeitpunkt wieder unter besonderen Vorkehrungen zur Einhaltung der Kontaktbeschränkungen innerhalb der üblichen Öffnungszeiten zu den normalen Eintrittspreisen besucht werden.

Hamburg, 5. Mai 2020 – Nach einem gemeinsam abgestimmten Vorgehen der staatlich getragenen Hamburger Museen und Ausstellungshäuser wird das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) nach der über siebenwöchigen Schließung aufgrund der Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Pandemie am 7. Mai 2020 wieder für Besucher*innen öffnen. Mit der Wiedereröffnung der Kultureinrichtungen und Gedenkstätten für die Öffentlichkeit können die Hamburger*innen die vielfältigen Ausstellungsangebote wieder vor Ort wahrnehmen und die sinnstiftende und gemeinschaftsfördernde Rolle von Kunst, Kultur und Geschichte unmittelbar erleben. Um unter den Aspekten des Gesundheitsschutzes ein möglichst sicheres Museumserlebnis zu gewährleisten, kann der Besuch der jeweiligen Einrichtung nur unter den geltenden Hygiene- und Distanzregelungen der Freien und Hansestadt Hamburg erfolgen. Deshalb gilt mit der Wiederaufnahme des Publikumsbetriebes eine beschränkte Personenzahl, die zur gleichen Zeit die Räumlichkeiten des Museums besuchen kann. Während des Museumsbesuchs wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen. Auf begleitende Angebote wie Führungen, Vorführungen, musikalische Darbietungen und museumspädagogische Veranstaltungen aller Art wird zunächst bis zum 30. Juni 2020 verzichtet, ebenso bleiben die Museumsgastronomien weiterhin geschlossen. Die Buchhandlung Walther König im MKG ist unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Distanzregelungen Dienstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Mehr Informationen zu den Leitlinien der Museen für ein sicheres Museumserlebnis finden Sie im Anhang.

Prof. Tulga Beyerle, Direktorin des MKG: „Wie so vieles fehlt uns die Kultur erst, wenn wir sie nicht erleben können. Kultur verbindet und stärkt unseren Zusammenhalt. Uns alle beschäftigt die Frage, wie es nach oder mit Corona weitergehen kann. Kultur erlaubt uns einen freien Blick und eröffnet neue Perspektiven und Chancen. Hier können Museen in ihrer Funktion als kulturelles Gedächtnis wichtige Impulse geben. Gerade in schwierigen Zeiten bringen Menschen große Innovationen hervor. Künstler*innen und Gestalter*innen hatten und haben hier einen großen Anteil, was man in unserer epochen- und kulturübergreifenden Dauerpräsentation wunderbar erleben kann. Wir haben über unsere digitalen Kanäle den Kontakt zu unseren Besucher*innen gehalten. Aber nichts ersetzt die persönliche Begegnung mit dem Objekt. Wir vermissen unser Publikum und freuen uns sehr auf ein Wiedersehen. Für einen sicheren Museumsbesuch ist alles vorbereitet.“

Die großen Sommerausstellungen finden wie geplant statt: Peter Lindbergh: Untold Stories (20.6. bis 1.11.2020) ist die erste von Lindbergh selbst kuratierte Werkschau, die er kurz vor seinem Tod im September 2019 fertigstellte. Lindberghs Auswahl von 140 Arbeiten aus den frühen 1980er-Jahren bis in die Gegenwart beleuchtet sein umfangreiches Werk und viele bislang unerzählte Geschichten. Ein Großteil der Aufnahmen wurde noch nie gezeigt, andere wurden von Zeitschriften wie Vogue, Harper’s Bazaar oder dem Wall Street Journal veröffentlicht.

Die epochenübergreifende Ausstellung Das Plakat. 200 Jahre Kunst und Geschichte feiert bis zum 20. September 2020 mit rund 400 Werken ein Medium, das bis heute wirkt. Weit über die klassische Produktwerbung hinaus dient es bis heute zur Verbreitung politischer Botschaften, revolutionärer Ideen oder zur Aufklärung der Bevölkerung. So appellieren auch heute wieder Plakate der Bundesregierung, Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und füreinander da zu sein.

Ein ikonisches Bild für die Urgewalt des Meeres schuf Katsushika Hokusai (1760–1849) mit seiner Darstellung der Großen Welle. Variationen des berühmten Farbholzschnitts und weitere Werke erzählen in der Schau Copy & Paste. Wiederholung im japanischen Bild(7. Mai bis 30. August 2020), dass das Kopieren und die Nachahmung von Bildmotiven eine hoch angesehene künstlerische Praxis in der Kultur Japans ist. Fern des Originalitätsparadigmas der europäischen Moderne gilt sie als Hommage an frühe Meister und wird als Fortschreiben von Bildtraditionen offen praktiziert.

Es ist ein zentrales Thema in Kunst und Gestaltung, sich mit Krisen zu beschäftigen und Zukunftsszenarien zu entwickeln. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie erhält die neue Ausstellung Syria 2087. Fossilien der Zukunft (28. Mai 2020 bis 25. April 2021) eine weitere Dimension: Was wäre, fragt die polnisch-syrische Designerin Anna Banout (*1993) in ihrem Experiment, wenn die syrische Bevölkerung auf den Mars auswanderte? Wie bewahren Menschen ihre Kultur, die ihren Ort, ihre Objekte und ihre Alltagsrituale durch Zerstörung und Flucht verloren hat?

 

 

HLR aktuell (29.04.2020)

Corona-Angst führt zu mehr Disziplin beim Händewaschen

Ein Drittel setzt laut KKH-Umfrage auf Desinfektionsspray – zwei Prozent schützen sich nicht

Hamburg, 29. April 2020 – Die Corona-Krise hat zu einem disziplinierteren Verhalten in Sachen Handhygiene geführt. Das zeigt eine forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse zum Internationalen Tag der Händehygiene am 5. Mai 2020. Demnach wäscht sich aktuell nahezu jeder (93 Prozent) nach dem Nach-Hause-Kommen die Hände. Im vergangenen Jahr sagten dies hingegen nur 71 Prozent der Befragten. Auch nach dem Berühren von Türklinken, Geländern und anderen Gegenständen, die mit Keimen behaftet sein können, suchen mittlerweile gut zwei Drittel der Bundesbürger das Waschbecken auf. 2019 gab dies indes weniger als die Hälfte an. Darüber hinaus berichten aktuell 73 Prozent der Befragten, dass sie sich die Hände vor jeder Mahlzeit waschen (2019 sagten dies noch 65 Prozent). Jeder Vierte tut dies tagsüber sogar mindestens einmal pro Stunde (2019 hingegen nur jeder Siebte).

Zugenommen hat in der Corona-Krise außerdem das Bedürfnis der Deutschen, sich unterwegs gegen Viren und Bakterien zu wappnen: So trägt inzwischen jeder Dritte immer ein Desinfektionsspray und jeder Vierte stets Desinfektionstücher mit sich. 2019 war es noch jeder Vierte beziehungsweise jeder Fünfte, 2015 sogar nur jeder Siebte beziehungsweise jeder Achte. 83 Prozent der Befragten versuchen aktuell darüber hinaus, im Alltag möglichst wenige Dinge wie Türklinken, Handläufe oder Schalter anzufassen (2019 waren es noch 53 Prozent). Darüber hinaus tragen neuerdings 28 Prozent der Befragten zum Beispiel beim Einkaufen Einmalhandschuhe, um sich vor Keimen zu schützen. Jeder fünfte Mann und jede vierte Frau nutzten außerdem bereits vor der Einführung der Maskenpflicht einen Mundschutz. Nur zwei Prozent aller Befragten gibt aktuell an, sich unterwegs nicht gegen Bakterien und Viren zu schützen (2019 sagten dies hingegen noch 17 Prozent).

Abgesehen vom regelmäßigen und gründlichen Händewaschen empfiehlt die KKH, die Hände möglichst vom Gesicht fernzuhalten und den Kontakt mit Mund, Nase und Augen zu vermeiden, vor allem, wenn es unterwegs keine Möglichkeit zum Waschen gibt. Auch mit Blick auf Schutzmasken ist Vorsicht geboten: Der Stoff sollte vor allem beim Absetzen möglichst nicht berührt, sondern nur an den Binde- oder Gummibändern angefasst werden, um eine Kontaminierung der Hände mit Keinem zu vermeiden. Die Maske sollte nach dem Tragen sofort heiß gewaschen oder gebügelt werden.

 

 

HLR aktuell (28.04.2020)

Aktuelle Informationen des Blinden- und Sehbehindertvereins Hamburg (BSVH)

Liebe Mitglieder, liebe Ratsuchende,

heute informieren wir Sie über Fragen zu den Veränderungen im beruflichen Alltag durch Corona, haben einen wichtigen TV-Programmhinweis für Sie und nehmen Sie mit auf einen Audio-Ausflug in die Natur.

Corona verändert die Arbeitswelt – Tipps für den beruflichen Alltag des DVBS

Den Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf – DVBS – erreichen in diesen Tagen zahlreiche Anfragen von blinden und sehbehinderten Mitgliedern zu den veränderten Arbeitsbedingungen durch Corona. Diese betreffen unterschiedliche Themen. Deshalb hat der DVBS einige Tipps und Informationen auf seiner Website thematisch gegliedert und zusammengestellt. Die Verantwortlichen weisen darauf hin, dass insbesondere auf politischer Ebene gerade viel in Bewegung ist und die Informationen regelmäßig geprüft, überarbeitet und ergänzt werden müssen. Daher bitten sie um Verständnis, wenn eine Information einmal nicht dem aktuellen Informationsstand entspricht.

Die gut gegliederten Informationen zu den Themen Arbeitsweg und Abholfahrten, Homeoffice,Tools für Telefon- und Videokonferenzen , Arbeitsassistenz oder Urlaub finden Sie unter:

https://www.dvbs-online.de/index.php/informationen-zu-corona

Menschen mit Seheinschränkung und Corona – Beitrag bei NDR DAS!
(verschoben auf den 8. Mai 2020)

Wie kommen blinde und sehbehinderte Menschen mit der aktuellen Situation klar? Was bedeuten für Sie die bestehenden Verordnungen, z.B. die Abstandsregeln? Und welche psychischen Auswirkungen hat die Isolation für Betroffene? Darüber berichtet heute Abend die Sendung DAS! Im NDR. Ein Team hat dafür unsere Teilhabeberaterin Christin Becker einen halben Tag begleitet und mit unserer Psychologin Christiane Rupp gesprochen.

Die Sendung DAS! Sollte um 18:45 Uhr ausgestrahlt werden, wurde aber aufgrund von aktuellen Entwicklungen auf den 8. Mai 2020 verschoben.

Ausflug in die Natur mit der Hör-Gartenzeitung

Im Botanischen Garten in Klein Flottbek finden regelmäßig Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen statt. Aufgrund von Corona fallen diese derzeit leider aus. Das ist besonders bedauerlich, wo die Natur bei diesem herrlichen Wetter blüht und duftet. Um die Pandemie-Zeit zu überbrücken und die Gartensaison nach Hause zu holen, möchten wir Sie auf die Hör-Gartenzeitung „Der duftende Garten“ hinweisen.

Gerade ist die 19. Ausgabe erschienen, mit Pflegetipps, Postecke,

literarischen und mit gartenfachlichen Beiträgen und einem Interview mit

Ruth Zacharias. 2 Stunden Hörgenuss im Daisy Format. Auch als Download erhältlich für 5 Euro. Herausgeber ist die Fördergemeinschaft

Botanischer Blindengarten Radeberg. Bestellen können Sie „Der duftende Garten“ beim Taubblindendienst in Radeberg Telefonnummer: 03528 43970

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HLR aktuell (24.04.2020)

Aktuelle Informationen des Blinden- und Sehbehindertvereins Hamburg (BSVH)

Liebe Mitglieder, liebe Ratsuchende,

heute informieren wir Sie umfangreich über die ab Montag gültige Masken-Pflicht in Hamburg!

Maske auf in Läden, auf Märkten und im ÖPNV

Ab Montag wird das Tragen im Einzelhandel, auf Wochenmärkten und im öffentlichen Nahverkehr für Hamburgerinnen und Hamburger verpflichtend. Wo im öffentlichen Raum genug Platz sei, um ausreichend Abstand zu halten, müsse keine Mund-Nasen-Abdeckung getragen werden, erklärte der 1. Bürgermeister Peter Tschentscher. Schon jetzt gibt es die dringende Empfehlung, einen Mund- und Nasenschutz (Alltagsmasken) im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf im Einzelhandel zu tragen.

Wie sicher ist die Maske?

FFP-Masken sind die sichersten Masken. FFP2- und FFP3- Masken lassen so gut wie keine Viren durch. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt diese Masken für Menschen, die im medizinischen Bereich, vor allem mit bereits infizierten COVID-19 Patienten arbeiten.

OP-Masken, auch Mund-Nasen-Schutz (MNS) genannt, können die Abgabe von Coronaviren bereits deutlich reduzieren. Umgekehrt werden zwar auch Tröpfchen abgefangen, virendicht sind MNS aber nicht. Sie schützen vor allem andere. Diese Masken sind als Einwegmasken gedacht. Man sollte sie maximal acht Stunden lang tragen.

Die sogenannten Alltagsmasken – also Masken aus Baumwollstoff – sind nicht ganz so dicht wie OP-Masken, fangen aber auch Tröpfchen ab. Sie sind also für die Nutzung gut geeignet. Der große Vorteil von Stoffmasken: Sie sind wiederverwendbar, weil man sie waschen oder bügeln kann. Am besten ist es, gleich mehrere Stoffmasken anzuschaffen, dann hat man immer saubere Masken auf Vorrat.

(Quelle: www.zeit.de/wissen)

Wo bekomme ich Masken?

Es gibt derzeit viele Unternehmen, die Masken anbieten. Häufig verknüpfen sie dies sogar mit einem karitativen Beitrag. Aber auch viele kleine Läden hier in Hamburg nähen Masken und bieten sie zum Verkauf an, um ihre Existenz zu sichern. In den meisten Fällen ist also mit dem Kauf einer oder mehrerer Masken ein guter Zweck verbunden. Wenn Sie unsicher sind, wo sie eine Maske in ihrem Stadtteil bekommen, Sie eine größere Stückzahl im Internet bestellen wollen oder einen bestimmten guten Beitrag leisten möchten, aber nicht wissen, wie, wenden Sie sich gerne an uns.

Derzeit sammeln wir Informationen über die Anbieter von Masken und beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Was ist beim Tragen einer Maske zu beachten?

  • Vor dem Aufsetzen Hände waschen
  • Beim Tragen die Maske nicht anfassen
  • Wird die Maske feucht, gleich auswechseln
  • Vor dem Ausziehen Hände waschen
  • Beim Abnehmen möglichst nicht die Außenseite anfassen, sondern die Schlaufen nutzen. Danach wieder Hände waschen.
  • Die Stoffmasken in heißem Seifen-Wasser oder der Waschmaschine bei mind. 60 Grad waschen und dazu Vollwaschmittel verwenden.
  • Einwegschutz, wie MNS, entsorgen.

(Quelle: www.zeit.de/wissen)

Hinweis für Brillenträger – was tun, damit die Brille nicht beschlägt?

Brillenträger sollten besonders darauf achten, dass ihre Maske am oberen Rand so gut abschließt, damit keine Atemluft ausströmt und so die Brillengläser beschlagen lässt. Die Maske sollte auf der Nase gut sitzen und bestenfalls mit einem Draht verstärkt sein.

Hat die Maske keinen Draht vernäht, hier ein paar Tipps:

  • Man faltet das oberste Viertel der Maske vor dem Tragen nach innen. Das geht am besten mit größeren Stoffmasken.
  • Den Stoff einer größeren Maske kann man unter den Brillenrahmen ziehen.
  • Hat man eine kleine oder nicht faltbare Maske, dann kann man ein Taschentuch falten und so in die Innenseite legen, dass die Brille auf dem Taschentuch liegt.

Was sonst noch wichtig ist!

Die Masken dienen lediglich einem zusätzlichen Schutz, der notwendig ist, um den Einzelhandel wieder zu öffnen und eventuell weitere Lockerungen durchzuführen. So bespricht auch der BSVH gerade, mit welchen Maßnahmen und unter welchen Umständen eine schrittweise Öffnung des Louis-Braille-Centers möglich sein kann. Dazu ist es unerlässlich, dass die bestehenden Regeln der vergangenen Wochen zusätzlich zum Tragen der Masken eingehalten werden. Das bedeutet z.B., dass auch, wenn Sie eine Maske tragen, die Abstandsregelungen soweit irgend möglich eingehalten werden müssen.

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HLR aktuell (22.04.2020)

Aktuelle Informationen des Blinden- und Sehbehindertvereins Hamburg (BSVH)

Liebe Mitglieder, liebe Ratsuchende,

heute informieren wir über die Masken-Pflicht in Hamburg, möchten etwas über Ihre beruflichen Herausforderungen in Zeiten von Corona wissen, leiten die Anfrage eines Studierenden weiter und warnen vor Nahrungs-Ergänzungsmitteln, die gegen Corona helfen sollen.

Maskenpflicht für Hamburg

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat gestern die Maskenpflicht für Hamburg angekündigt. Ab Montag wird das Tragen im Einzelhandel, auf Wochenmärkten und im öffentlichen Nahverkehr verpflichtend. Wo im öffentlichen Raum genug Platz sei, um ausreichend Abstand zu halten, müsse keine Mund-Nasen-Abdeckung getragen werden, so Tschentscher.

In unserem Newsletter am Freitag informieren wir sie ausführlicher zum Thema und auch darüber, wie der BSVH Ihnen bei der Versorgung mit Masken helfen kann. Derzeit erstellen wir eine Liste mit Anbietern von Alltags-Masken. Sollten Sie welche kennen, schreiben Sie dies gerne an redaktion@bsvh.org.

Corona und berufliche Teilhabe: Aufruf der Weitersehen-Redaktion

Auch in der Jahrespublikation „Weitersehen“ des DBSV wird die Corona-Krise eine Rolle spielen. Für das Thema „Berufliche Teilhabe“ sucht die Redaktion Menschen, für die durch die aktuelle Corona-Situation größere berufliche Herausforderungen und Schwierigkeiten entstanden sind. Wir möchten gerne wissen, ob Lösungen gefunden wurden. Wenn ja, welche und ob sich vielleicht sogar neue Perspektiven entwickelt haben. Dazu möchten wir Sie bitten, folgende Fragen zu beantworten:

  • Haben sich durch die Corona-Krise Schwierigkeiten für Sie ergeben, Ihren Beruf auszuüben?
  • Worin liegen die Schwierigkeiten?
  • Konnte eine Lösung gefunden werden? Wie sieht diese aus?

Senden Sie Ihre Geschichte bis zum 30. April per E-Mail an die Redaktionsleiterin Melanie Wölwer, E-Mail: m.woelwer@bsvh.org.

Dazu bitten wir Sie noch um folgende Informationen, die mit in Weitersehen 2021 veröffentlicht werden sollen: Name, Beruf, Art der Seheinschränkung. Aus allen Einsendungen trifft das Redaktionsteam eine Auswahl und kommt auf diejenigen zu, deren Einsendung in Weitersehen veröffentlicht werden soll. Bitte teilen Sie uns dafür mit, wie wir Sie erreichen können. Wir würden uns freuen, wenn Sie den Aufruf auch an andere betroffene Personen weitergeben könnten.

Studierender sucht Teilnehmer für Online-Interview

Den BSVH erreichen regelmäßig Anfragen von Studierenden, die zu unterschiedlichen Bereichen betreffend Menschen mit Seheinschränkungen forschen. Hier nun eine aktuelle Anfrage. Vielleicht kommen Sie als Ansprechpartner oder Ansprechpartnerin für dieses Thema in Frage und möchten sich für ein Interview zur Verfügung stellen. Falls ja, melden Sie sich gerne bei unserer Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Melanie Wölwer, Tel. (040) 209 404 29, E-Mail:m.woelwer@bsvh.org.

Und hier die Nachricht des Studenten:

„Guten Tag, ich studiere Soziale Arbeit an der IUBH und schreibe aktuell über die Schulinklusion ehemaliger Blinder und hochgradig sehbehinderter SchülerInnen aus Hamburg meine Bachelorarbeit. Ich suche aktuell noch nach Studien- Teilnehmern für ein Online-Interview und hoffe, dass Ihr mir dabei behilflich sein könnt. Mir fehlt nur noch eine Person, dann habe ich die vier Teilnehmer komplett. Die Probanden müssen ihren Schulabschluss am BZBS Borgweg absolviert haben und im Anschluss an einer Regelschule eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Vielleicht könntet Ihr einen Beitrag hierzu veröffentlichen oder kennt sogar selbst eine Person, die auf die Beschreibung passt und Lust an der Teilnahme hätte.“

Warnung vor Nahrungsergänzungsmittel gegen Corona

Wie die Tagesschau und weitere seriöse Medien berichten, ruft die Corona-Krise auch dubiose Geschäftemacher auf den Plan: Sie bieten online angebliche Vorbeugekuren oder sogar Heilmittel gegen Covid-19 an. Die Produkte sind bestenfalls wirkungslos.

Vitaminpillen gegen den „Corona-Wahnsinn“, Pülverchen, die „Viren den Kampf ansagen“, „Corona Kits“ zur Stärkung des Immunsystems. Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins Report Mainz kursieren vor allem im Internet zahlreiche entsprechende Angebote. Besonders Nahrungsergänzungsmittel werden derzeit stark beworben. Manche Produkte kosten bis zu 260 Euro.

Doch nicht nur das Angebot an solchen Produkten steigt. Immer mehr Menschen suchten derzeit gezielt nach Nahrungsergänzungsmitteln, beobachtet Professor Martin Smollich, Pharmakologe an der Universitätsklinik Schleswig-Holstein. Denn das Coronavirus verunsichere viele Menschen. „Es bleibt wenig, was man tun kann. Wir haben keine bestehenden Therapien und keine Impfung“, so Smollich. Nahrungsergänzungsmittel gäben vielen Menschen ein gutes Gefühl, irgendwas tun zu können.

Der Experte stellt klar, dass es kein Nahrungsergänzungsmittel gebe, das zur Prävention oder zur Therapie von Corona-Infektionen wirksam sei. Entsprechende Angebote seien fast immer unzulässig. Denn Nahrungsergänzungsmittel gelten als Lebensmittel und sind deshalb nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen oder zu verhindern.

Weitere Informationen erhalten Sie unter https://www.tagesschau.de/investigativ/report-mainz/nahrungsergaenzungsmittel-corona-101.html

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HLR aktuell (21.04.2020)

Chorfest „Dreiklang“ der Nordkirche abgesagt

Schwerin (mw). Das vom 21. bis 23. August  in Schwerin geplante 3. Chorfest „Dreiklang“ der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) wird abgesagt. Grund sind die Schutzvorkehrungen gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus. Das teilten die für das Fest Verantwortlichen, Landeskantorin Christine Hrasky (Hamburg), Landeskirchenmusikdirektor Hans-Jürgen Wulf (Hamburg) und sein Greifswalder Kollege, Landeskirchenmusikdirektor Prof. Frank Dittmer, heute (21. April) mit. Am vergangenen Mittwoch hatten Bund und Länder unter anderem verabredet, dass bis Ende August bundesweit alle Großveranstaltungen untersagt sind.

Gegenwärtig werde darüber beraten, zu welchem Termin und in welcher Form das Chorfest in Schwerin nachgeholt werden könne, so die „Dreiklang“-Verantwortlichen. Diese dankten zugleich der Stadt Schwerin und allen organisatorisch Eingebundenen für die bisher geleistete Unterstützung, unter anderem auch bei der Werbung von Privatquartieren.

Bis zu 3.000 Chorsängerinnen und Chorsänger, weitere Musizierende und rund 4.000 Zuhörende und Gäste waren zu dem für August in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns geplanten Chorfest erwartet worden. Prof. Frank Dittmer: „Wir haben uns jederzeit sehr willkommen gefühlt, Schwerin ist für unser nordkirchenweites Chorfest ein idealer Ort. Nun hoffen wir, dass wir auch in einem neuen Format viele Chorbegeisterte begrüßen dürfen und auch dann die Kraft des Gesangs in Schwerin für viele Menschen erlebbar wird.“

Weitere Informationen zum Chorfest „Dreiklang“: www.kirchenchorwerk-nordkirche.de

 

 

HLR aktuell (20.04.2020)

Aktuelle Informationen des Blinden- und Sehbehindertvereins Hamburg (BSVH)

Liebe Mitglieder, liebe Ratsuchende,

heute informieren wir Sie darüber, wie man sich und andere beim Führen bestmöglich schützen kann, weisen sie auf Audiohinweise des BZgA hin und begeistern Sie für Geschichten aus dem Decamerone.

Ansteckungsrisiko beim Führen – Infos des DBSV

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) informiert blinde und sehbehinderte Menschen über die Ansteckungsrisiken beim Führen und wie man sich und den Führenden so gut wie möglich schützen kann:

Zu Personen, mit denen man nicht zusammenlebt, sollte man einen Abstand von zwei Metern halten – das ist die zentrale Regel, um eine Corona-Infektion zu verhindern. Es ist klar, dass diese Regel verletzt wird, wenn man sich von einem anderen Menschen führen lässt. Blinde und sehbehinderte Menschen müssen also abwägen: Auf der einen Seite die sichere, schnelle und unfallfreie Fortbewegung, auf der anderen Seite die Vermeidung eines Ansteckungsrisikos.

Für das Führen gibt es eine bewährte Regel: Bei ungefähr gleicher Körpergröße wird der Arm der führenden Person etwa in Ellenbogenhöhe gegriffen. Der blinde oder sehbehinderte Mensch geht ungefähr eine Schrittlänge hinter dem Begleiter und ist so rechtzeitig über Kursänderungen, Hindernisse usw. informiert. Aber gilt das auch in Corona-Zeiten?

Der DBSV hat Kontakt mit Prof. Bert Blocken aufgenommen. Der Belgier hat in einer Studie untersucht, wie winzige Tröpfchen in der Atemluft übertragen werden, wenn zwei Menschen sich gemeinsam vorwärtsbewegen. Anschließend haben wir uns mit Ulrike Schade beraten, der Vorsitzenden des Bundesverbandes der Rehabilitationslehrer und -lehrerinnen für Blinde und Sehbehinderte. Gemeinsam haben wir Hinweise zusammengestellt, mit denen man das Risiko einer Ansteckung zwar nicht auf null reduzieren, aber zumindest dazu beitragen kann, sich und andere zu schützen. Den neuen Text „Sich und andere schützen“ finden Sie im Corona-Ratgeber des DBSV unter:

https://www.dbsv.org/corona.html#schuetzen

Audio-Informationen zur Corona-Situation

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat auf der Internetseitewww.infektionsschutz.de/audioinhalte wichtige Informationen zur Corona-Situation zum Anhören bereitgestellt. Sie finden hier Informationen zu den Themen:

Beispielsweise können Sie sich unter den Verhaltensregeln jeweils einen Audiobeitrag zum Verhalten im häuslichen Umfeld und in der Familie, im beruflichen Umfeld, in Verkehrsmitteln oder auf Reisen oder im öffentlichen Leben anhören.

Der BSVH ist derzeit mit der BZgA im Gespräch, wie wir die Audioinformationen auch denjenigen zugänglich machen können, die sie nicht über das Internet abfragen können. Sobald es hierzu eine Lösung gibt, erfahren Sie es über diesen Newsletter.

Liebesgeschichten in Zeiten von Corona

Wenige Tage bevor das Coronavirus das kulturelle und soziale Leben von uns allen veränderte, feierte das Deutsche Theater in Berlin noch die Premiere von „Decamerone“. Der Spiel- und Probenbetrieb ist auch hier bis auf Weiteres eingestellt und auch die Künstlerinnen und Künstler sowie die Mitarbeitenden sind fast alle zu Hause. Dort haben dreizehn Mitglieder des Ensembles einige Novellen aus Giovanni Boccaccios Decamerone eingelesen. Geschrieben Mitte des 14. Jahrhunderts, fliehen darin zehn Menschen aufs Land, um der Pest in Florenz zu entkommen. Sie erzählen sich Geschichten, mit denen sie die Leidenschaften und das Leben feiern: Liebeserzählungen, Überlebenserzählungen.

Auf der Seite www.deutschestheater.de finden Sie die Erzählungen, die nach Tagen aufgeteilt sind.

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HLR aktuell (18.04.2020)

Fast zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland würde den Einsatz homöopathischer Arzneimittel zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen befürworten.

Das ist eines von mehreren Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Politik- und Sozialforschung forsa, durchgeführt im Auftrag des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte.

Angst vor Covid-19. Interesse an homöopathischen Methoden.

Befragt wurden insgesamt 1009 Bundesbürger, unter anderem zum Grad ihrer Besorgnis vor einer Erkrankung an Covid-19, ihrem Interesse an Vorsorgemaßnahmen gegen eine Corona-Infektion zusätzlich zu besonderer Hygiene, ihrer Einstellung zu einer Behandlung von Covid-19 mit homöopathischen Arzneimitteln, sowie zur Befürwortung oder Ablehnung staatlicher finanzieller Förderung von Forschungsprojekten zu homöopathischen Vorsorge- und Behandlungsmethoden von Covid-19-Erkrankungen.

61% ziehen homöopathische Behandlung mindestens ernsthaft in Betracht

Mehr als die Hälfte aller Befragten hat bereits Erfahrung mit einer homöopathischen Behandlung bei früheren Erkrankungen gemacht. Noch mehr, nämlich fast zwei Drittel aller Befragten, würden unter der Voraussetzung, dass es in der Vergangenheit schon positive Erfahrungen mit diesem Mittel gab, im Fall einer Erkrankung an Covid-19 eine homöopathische Behandlung für sich selbst oder ihnen nahestehenden Personen auf jeden Fall (26 %) oder eher (34 %) befürworten

Homöopathie soll auch Gelder für Forschungsprojekte erhalten

Auch hinsichtlich der weiteren Erforschung von Methoden zur Vorbeugung gegen eine Infektion mit dem Corona-Virus und der Behandlung von Covid-19 fänden es viele Bürger (42 %) in Deutschland gut oder sehr gut- in der Altersgruppe über 45 Jahren sogar rund oder mehr als die Hälfte – dass staatliche Gelder nicht nur in Forschungsprojekte der konventionellen Medizin gesteckt werden, sondern dass auch Projekte der homöopathischen Medizin gezielt gefördert werden.

 

 

HLR aktuell (17.04.2020)

Staatsoper Hamburg und Hamburg Ballett John Neumeier – The Show must go online

Die Staatsoper Hamburg und das Hamburg Ballett John Neumeier haben ihre Stücke digitalisiert und bieten sie zum Genuss im heimischen Wohnzimmer an.

Um die häusliche Wartezeit bis zur Wiedereröffnung zu verkürzen, bieten die Staatsoper Hamburg und das Hamburg Ballett John Neumeier auf ihren digitalen Kanälen ein hausgemachtes künstlerisches Programm. Das kostenfreie Streaming-Angebot erweitert sich stetig. Dabei werden für das interessierte Publikum auch besondere Archiv-Schätze aus der Ära Liebermann zutage gefördert – wie zum Beispiel die Uraufführung der Oper „Die Teufel von Loudun“ aus dem Jahr 1969 des kürzlich verstorbenen Komponisten Krzysztof Penderecki. Das Hamburg Ballett stellt in ihrer wöchentlichen Streaming-Serie Ballette von John Neumeier als Video-on-Demand für jeweils 48 Stunden zur Verfügung. Neben Opern- und Ballettvorstellungen gibt es auch exklusive Einblicke von Mitgliedern des Hauses zu entdecken.

Hier geht es zu den Streaming-Angeboten der Staatsoper Hamburg und des Hamburg Ballett John Neumeier.

 

 

HLR aktuell (17.04.2020)

Elphi at Home – Elbphilharmonie Hamburg digital

Welchen Erfinderreichtum die aktuelle Situation hervorbringt, zeigt in Hamburg die Elbphilharmonie. Auch wenn die Konzertsäle zurzeit nicht im Zentrum der Musik stehen, tut das dem umfangreichen Programm im Konzertkalender keinen Abbruch. Die Musik findet jetzt eben andere Wege.

Mit Elphi at Home hat die Elbphilharmonie ihr Programm kurzerhand digitalisiert und bietet nun täglich Hausführungen, Streams, Kinderkonzerte und andere Live-Aktionen über das Internet an. Für jede Woche gibt es ein neues, vielfältiges Konzertprogrammzum Zuhause genießen. Seitdem das Konzerthaus geschlossen ist, finden auch die beliebten Hausführungen nicht mehr statt. Um das Haus und seine Architektur in den nächsten Wochen auch von der Couch aus erlebbar zu machen, werden aus den Hausführungen ab jetzt die „ZuHausführungen“. Die Guides der Elbphilharmonie Hamburg zeigen die spannendsten Orte des Hauses, von den Sälen über die Plaza bis hin zur speziellen Dacharchitektur.

Hier geht es zu Elphi at Home.

 

 

HLR aktuell (17.04.2020)

Mieterbund-Präsident Lukas Siebenkotten und
Mieterbund-Direktorin Dr. Melanie Weber-Moritz:: 
DMB richtet Appell zur Einrichtung eines Sicher-Wohnen-Fonds an den Deutschen Bundestag
Verbesserter Kündigungsschutz und finanzielle Unterstützung dringend notwendig

(dmb) Anlässlich der Plenarsitzung in der kommenden Woche, hat der Deutsche Mieterbund (DMB) allen Bundestagsabgeordneten ein Schreiben zugestellt, in welchem er deutlich macht, dass die wegen der COVID-19-Pandemie am 27. März 2020 beschlossenen Gesetze dringend nachgebessert werden müssen, um Mieterinnen und Mieter effektiv vor den Folgen der Corona-Krise zu schützen.

„Mit den gefassten Beschlüssen zum Schutz der Mieter vor den Folgen der Corona-Krise wurde ein wichtiger Vorschlag des Deutschen Mieterbunds umgesetzt“, erklärt die Bundesdirektorin Melanie Weber-Moritz im Schreiben. „Leider sind dabei, möglicherweise wegen der notwendigen außerordentlichen Geschwindigkeit des Gesetzgebungsverfahrens, einige Lücken entstanden, die es nun rasch zu schließen gilt, worum wir eindringlich bitten“, so Weber-Moritz weiter.

Mietrechtlicher Korrekturbedarf besteht aus Sicht des Deutschen Mieterbundes insbesondere in der aktuell fehlenden Gleichstellung der Heilungsmöglichkeiten bei fristloser und ordentlicher Kündigung durch den Vermieter. Gleicht der Mieter den Rückstand aus, so muss neben der fristlosen auch die ordentliche Kündigung aus der Welt sein, was bisher nicht der Fall ist. Auch dürfen die Mieter nicht mit Verzugszinsen belastet werden, wenn sie ihre Mietzahlung nachholen. Der Kündigungsschutz muss zudem auch auf Mietrückstände ausgedehnt werden, die anteilig im März 2020 bereits vorhanden waren oder nach Juni 2020 entstehen.

„Abgesehen von diesen erforderlichen Korrekturen des Gesetzes ist jedoch der notwendige Schutz der Mieter, aber auch der kleineren Vermieter, erst dann wirklich gesichert und das Mietverhältnis von absehbaren Belastungen befreit, wenn der Staat den Betroffenen auch finanziell unter die Arme greift. Wir fordern deshalb die Einrichtung eines „Sicher-Wohnen-Fonds“ durch den Bund und ggf. die Bundesländer“, erklärt der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten. „Anders als gelegentlich behauptet wird, kann nämlich durch andere staatliche Leistungen wie das Wohngeld allenfalls ein Teil der Miete abgedeckt werden, das Wohngeld ist nämlich nicht mehr als ein Mietzuschuss. Sofern wir uns also nicht im Bereich der Sozialleistungen bewegen, bleibt immer eine Lücke, die es auszugleichen gilt, wenn das Mietverhältnis nicht aus den Fugen geraten soll“, so Siebenkotten.

Der Fonds soll bei pandemiebedingten Zahlungsrückständen des Mieters diesem ein zinsloses Darlehen gewähren, um die laufende Mietzahlung sicherzustellen und Kündigungstatbestände erst gar nicht entstehen zu lassen. Sollte der Mieter zur Rückzahlung bis zum 30. Juni 2022 außerstande sein, erfolgt die Umwandlung des verbliebenen Darlehensanteils in einen Zuschuss. Um wirklich effektiv vor finanziellen Schieflagen zu schützen, soll der Fonds schnell auszahlen und die notwendigen Prüfungen der Ansprüche auf Sozialleistungen nachgelagert vornehmen. „Mit dem von uns vorgeschlagenen Konzept nach der Vorgabe „schnell helfen – nachgelagert prüfen“ werden die betroffenen Mieter und Vermieter wirksam unterstützt. Gleichzeitig wird eine Überlastung der Gerichte, die sich nicht mit der Rechtmäßigkeit einer großen Zahl von Zahlungsverzugskündigungen auseinandersetzen müssen, verhindert“, erklärt Siebenkotten.

Ausführliche Informationen zu den geforderten mietrechtlichen Nachforderungen und wie
der Fonds genau funktionieren könnte, erfahren Sie am Fuße unserer Pressemeldung auf www.mieterbund.de.

 

 

HLR aktuell (16.04.2020)

Corona-Sonderregelung für Live-Streamings bis zum 31. August 2020 verlängert
MA HSH ermöglicht zahlreiche Live-Übertragungen aus Hamburg und Schleswig-Holstein

Norderstedt, 16. April 2020 – Angesichts der andauernden Einschränkungen, die wegen des Coronavirus für Versammlungen und Veranstaltungen gelten, werden immer mehr kulturelle oder religiöse Ereignisse als Live-Streamings in Internet verbreitet. Sie ermöglichen den Menschen trotz der Einschränkungen einen Zugang zu kulturellen oder religiösen Angeboten wie Theateraufführungen, Konzerten, Lesungen, Bildungsangeboten und Gottesdiensten.

Für die Live-Übertragung solcher Ereignisse im Internet gilt derzeit eine Sonderregelung, sodass sie auch ohne eine rundfunkrechtliche Zulassung möglich sind. Aufgrund der andauernden angeordneten staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona Virus hat die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) diese Regelung nun bis zum 31. August 2020 verlängert.

Voraussetzung für die Live-Streamings ist lediglich vorab eine formlose Anzeige per E-Mail bei der MA HSH. Die Erlaubnis zur Ausstrahlung von bereits bei der MA HSH angezeigten Live-Streamings verlängert sich automatisch bis zum 31. August 2020.

„Bei der MA HSH sind bereits zahlreiche Anzeigen für eine Vielzahl von Angeboten eingegangen. Darunter Konzerte, Opern- und Theaterproduktionen, Lesungen, Interviews, Comedy-Performances, Live-Podcast-Aufnahmen und Gottesdienste. Die Vielzahl und Vielfalt dieser Angebote zeigt, dass das vereinfachte Anzeigeverfahren ein guter Weg ist, in diesen Zeiten kulturelle Angebote zu den Menschen zu bringen“, so Thomas Fuchs, Direktor der MA HSH.

Weitere Informationen zum vereinfachten Anzeigeverfahren und zum Merkblatt der Medienanstalten auf www.ma-hsh.de.

 

 

HLR aktuell (16.04.2020)

Hamburgs Natur hat nicht geschlossen: Die letzten Störche kommen zurück

 Besenderte Störche live verfolgen im Internet / Die letzten Rückkehrer aus Afrika sind noch auf dem Weg

Weißstörche sind echte Frühlingsboten und ihre Ankunft in Norddeutschland wird jedes Jahr von vielen Hamburger*innen freudig erwartet. Während in diesem Jahr die ersten Störche schon im Februar in ihren Nestern gelandet sind und bereits mit dem Brutgeschäft begonnen haben, befinden sich andere noch auf dem Rückflug aus ihrem Winterquartier in Afrika. Die lange Reise dieser späten Heimkehrer können Storchenfans live im Internet unterwww.NABU-Hamburg.de/stoerche mitverfolgen. Möglich macht dies das neue Besenderungsprojekt des NABU Hamburg. Dabei wurden im vergangenen Jahr sechs Hamburger Weißstörche mit Sendern versehen, um mehr über ihre Zugrouten, Lebensräume und bevorzugten Nahrungsflächen zu erfahren. Die Störche „Jürgen“ und „Ombeni“ überfliegen gerade Osteuropa und werden in den nächsten Tagen Hamburg erreichen. Dort angekommen, lässt sich auch verfolgen, wo sie brüten und in welchen Gebieten sie ihre Nahrung suchen. Übrigens: Für drei der besenderten Störche werden noch Namen gesucht. Vorschläge nimmt der NABU unter info@NABU-Hamburg.de entgegen.

Und wer zudem einen Blick in ein Storchennest werfen und die Aufzucht der Jungtiere mitverfolgen möchte, kann dies unter www.NABU-Hamburg.de/storchen-webcam tun. Beide Internetangebote des NABU Hamburg bieten tolle Naturbeobachtungen, die auch gemütlich vom Wohnzimmer aus möglich sind und in Zeiten von Corona ein wenig Abwechslung versprechen.

Der NABU bittet um Rücksicht:

Das Bedürfnis, in dieser Zeit draußen ein wenig Bewegung zu bekommen und frische Luft zu schnappen, ist groß. Der NABU Hamburg gibt Tipps, was es jetzt im Frühling alles zu beobachten gibt. Wir bitten aber gleichzeitig darum, auch bei Naturerlebnissen und Spaziergängen im Grünen, einige Regeln dringend zu beachten. So kommen Mensch und Natur gut durch die Corona-Krise.

 

  1. Halten Sie sich bitte an die behördlichen Anordnungen der geltenden Allgemeinverfügung. Dazu gehört bei Spaziergängen einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu seinen Mitmenschen zu wahren und sich im öffentlichen Raum höchstens in Begleitung von einer weiteren Person zu bewegen, bzw. in Begleitung der Menschen, die in derselben Wohnung leben.

 

  1. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt. Parks, Grünanlagen und Naturschutzgebiete erleben derzeit einen starken Besucherandrang. Zum Schutz der Natur dürfen in den Naturschutzgebieten die Wege nicht verlassen werden. Hunde müssen angeleint werden, in einigen Naturschutzgebieten sind sie sogar verboten, z.B. im Duvenstedter Brook. Bitte informieren Sie sich diesbezüglich vor ihrem Ausflug. Auch das Pflücken von Pflanzen ist nicht erlaubt. Denken Sie daran, dass sich aktuell viele Vögel in der Brutzeit befinden.

 

 

HLR aktuell (16.04.2020)

Handwerker beauftragen – auch das ist Solidarität in Krisenzeiten!

Das Hamburger Handwerk begrüßt die gestern beschlossene Lockerungsstrategie des Bundes und der Länder. Unabhängig davon ist und bleibt die Lage angespannt: Das Handwerk leidet unter Auftragseinbrüchen. Die Handwerkskammer ruft öffentliche und private Kunden auf, Renovierungen und Reparaturen nun durchführen zu lassen, gerade jetzt bei Bäckern und Fleischern einzukaufen sowie etwa Friseuren und Kosmetikern Aufträge für die „Zeit danach“ zu sichern

Hamburger Handwerksbetriebe leiden unter Auftragsrückgangen und Umsatzeinbußen. Betriebsinhaber*innen machen sich Sorgen um ihre unternehmerischen Perspektiven oder kämpfen bereits ganz konkret mit Liquiditätslücken. Das ist ein Problem für Hamburg – denn die Stadt wird ihre leistungsfähigen Handwerksbetriebe brauchen, wenn Wirtschaft und öffentliches Leben wieder Fahrt aufnehmen.

Die jetzt vorhandenen freien Kapazitäten sollten genutzt werden. Der Präsident der Handwerkskammer Hamburg, Hjalmar Stemmann, appelliert an öffentliche und private Kunden: „Wenn Sie Ihre unter Umständen seit Längerem geplanten Umbauten, Renovierungen und Reparaturen nun in Auftrag geben, ist die Chance besonders hoch, dass ein Fachbetrieb diese zeitig ausführen kann. Setzen Sie Ihre Vorhaben um und demonstrieren Sie damit auch Ihre Solidarität mit dem Hamburger Handwerk!“

Auch die Bäcker, Fleischer und Konditoren seien mehr denn je auf Einkäufe der Verbraucher angewiesen, weil etwa Veranstaltungen sowie Schulen, Hotels und Restaurants nicht mehr beliefert würden. Mit Blick auf Textilreinigungen und Wäschereien betont Stemmann: „Geben Sie jetzt etwa Ihre Winterjacken in die Reinigung sowie Vorhänge und Bettwäsche in die Wäscherei. Positiver Nebeneffekt: Die Textilien werden auch gleich desinfiziert.“

Besonders hart trifft die Krise Friseure und Kosmetiker, bei denen noch unklar ist, ob und unter welchen Voraussetzungen sie ihre Läden Anfang Mai wieder öffnen dürfen. „Sie setzen ihre ganze Hoffnung auf ein brummendes Geschäft in der Nachkrisenzeit“, sagt Stemmann und rät, jetzt online Gutscheine zu kaufen und sich nach Terminen ab Mai zu erkundigen.

Bei alledem habe Sicherheit höchste Priorität. Der Handwerkskammerpräsident ruft dazu einen zentralen Satz aus der Imagekampagne des Handwerks in Erinnerung: „Wir sind Handwerker, wir können das.“ Eben auch, was Schutzmaßnahmen wie Hygiene- und Abstandsregeln anbelange: „Unsere Betriebe gehen verantwortungsvoll mit der Gesundheit ihrer Kunden und ihrer Mitarbeiter um – sei es etwa durch einen Plexiglas-Schutz am Verkaufstresen im Lebensmittelhandwerk oder sei es beim Tragen von persönlicher Schutzausrüstung beim Betreten von Kundenwohnungen, wenn erforderlich.“

 

 

HLR aktuell (15.04.2020)

Menschen mit Behinderung brauchen in der Corona-Krise besondere Aufmerksamkeit:
Frühförderung und Werkstatt-Entgelte absichern!

Berlin. Die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, Ulla Schmidt, MdB und Bundesministerin a.D., unterstützt die Initiative des Sozialministers von Baden-Württemberg: „Die Schließung der Werkstätten ist für Menschen mit Behinderung schon schwierig, ihnen fehlen die Tagesstruktur und die sozialen Kontakte. Wenn nun auch ihr Lohn in Gefahr ist, trifft sie das doppelt. Daher fordern wir als Lebenshilfe: Die Werkstatt-Entgelte für Menschen mit Behinderung müssen ebenso abgesichert werden wie die Gehälter auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mit Kurzarbeit.“

An Bundesgesundheitsminister Spahn geht zudem die Botschaft: „Die Absicherung von Therapeuten muss die Frühförderung umfassen! Nur wenn auch Kinder mit Behinderung eine umfassende Förderung über pädagogische und therapeutische Angebote erhalten, können sie ihr Entwicklungspotential ausschöpfen – und das ist für alle wichtig. Daher muss die neue Initiative zur Absicherung von Therapeuten auch die interdisziplinäre Frühförderung umfassen“, so Ulla Schmidt weiter.

 

 

HLR aktuell (15.04.2020)

Aktuelle Informationen des Blinden- und Sehbehindertvereins Hamburg (BSVH)

Liebe Mitglieder, liebe Ratsuchende,

heute blicken wir erwartungsvoll auf die Entscheidungen zu den Corona-Maßnahmen in Deutschland, helfen Ihnen, sich in der Social Media-Welt zurechtzufinden und zeigen, wie es ist, als blinder Mensch unter den derzeitigen Bedingungen einzukaufen.

Wie geht es weiter?

Wann werden die Corona-Beschränkungen wieder gelockert – und wie? Das sind die wichtigsten Fragen, die sich die Menschen derzeit stellen. Am heutigen Mittwoch bespricht sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer. Am vergangenen Wochenende hatte die nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina umfangreiche Empfehlungen und Voraussetzungen für eine Lockerung der Beschränkungen vorgestellt. So könnte beispielsweise das Tragen eines Mundschutzes für die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs Pflicht werden, da beim Fahren mit S- und U-Bahnen oder mit dem Bus der empfohlene Abstand nicht immer eingehalten werden kann. Auch wird darüber nachgedacht, ob und wann kleinere Geschäfte wieder geöffnet werden können. Auch dies unter der Voraussetzung, dass Kunden einen Mundschutz tragen.

Wie es konkret für uns in Hamburg, den BSVH und das AURA-Hotel in den nächsten Wochen weitergeht, darüber informieren wir Sie in unserem Newsletter am Freitag.

Social Media – Wie mache ich mit bei Facebook und Twitter?

In der derzeitigen Situation haben viele Menschen den Wunsch, sich umfangreich und schnell zu informieren. Dazu eignen sich die sozialen Netzwerke, wie Facebook und Twitter. Aber noch nicht jeder und jede ist mit diesen Medien vertraut. So erreichte uns in der letzten Woche die Frage, ob wir nicht erklären können, wie man sich als blinder oder sehbehinderter Mensch in der Social Media Welt zurechtfindet.

Wir haben uns mit der Bitte an unser Mitglied Marco Zehe gewandt. Er ist IT-Spezialist und Social Media-Profi. Und er war so nett, direkt in die Tasten zu hauen. Sein Artikel „Corona-Krise: Ein Social-Media-Crashkurs“ gibt eine ausführliche Einleitung in das Thema und hilft Ihnen, Ihre ersten Schritte bei Facebook und Twitter zu machen. Sie finden den Crashkurs unter https://marcos-leben.de/

Blind einkaufen in Zeiten von Corona

Die blinde Bloggerin Lydia Zoubek beschreibt auf der Website „Lydias Welt“ ihren Alltag als blinde Mutter. In einem aktuellen Beitrag schildert sie die Schwierigkeiten, die der Einkauf im Supermarkt durch die corona-bedingten Einschränkungen mit sich bringt. Und erklärt, warum vermeintlich gut gemeinte Ratschläge gerade wenig nützlich sind. Den Artikel finden Sie unter https://lydiaswelt.com/2020/04/02/blind-einkaufen-und-corona/

Haben Sie auch Probleme bei der Bewältigung ihrer alltäglichen Besorgungen? Dann wenden Sie sich gerne an unsere Teilhabeberaterinnen Christin Becker und Annette Schacht. Sie helfen Ihnen dabei, das geeignete Unterstützungsangebot auszuwählen. Unsere Beraterinnen sind unter Tel. (040) 209 404 44 oder -55 erreichbar.

Wir sind für Sie da – digital und analog

Uns ist es sehr wichtig, möglichst viele blinde und sehbehinderte Menschen in diesen Zeiten mit notwendigen Informationen zu versorgen. Bitte weisen Sie auch Nichtmitglieder darauf hin.

Sie erhalten unseren Krisen-Newsletter über unterschiedliche Wege:

Newsletter: Schreiben Sie eine Mail an n.antlitz@bsvh.org oder melden sich auf unserer Website an unter https://www.bsvh.org/newsletter.html

RSS-Feed: Geben Sie die Adresse https://www.bsvh.org/share/bsvh-news.xml in den RSS-Reader ein.

Infotelefon: (040) 209 404 66

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Ihnen weiterhin unter Tel. (040) 209 40 40 und E-Mail: info@bsvh.org zur Verfügung.

 

HLR aktuell (15.04.2020)

Leopoldina-Empfehlungen: Belange von Menschen mit Behinderungen stärker berücksichtigen

Exit – Strategie inklusiv gestalten!

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, begrüßt die vorgelegten Empfehlungen der Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Die interdisziplinäre Arbeitsweise spreche für ein inklusives Weltbild der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Besonders lobenswert sei der Ansatz, vielfältige Perspektiven in die Abwägungsprozesse einzubeziehen, insbesondere wenn es um staatlich verordnete Maßnahmen zum Schutz vor der Pandemie gehe, die wichtige Rechtsgüter einschränkten. So wird in dem Papier eine „vorbeugende Segregation einzelner Bevölkerungsgruppen, […], allein zu deren eigenem Schutz als paternalistische Bevormundung“ abgelehnt.

Mit Blick auf die unterschiedlichen Belange der Menschen mit Behinderungen und besonders gefährdeter Gruppen sagt der Regierungsbeauftragte jedoch: „Diese Perspektive kommt mir, sobald das Papier konkreter wird, jedoch zu kurz. So ist es zum Beispiel enorm wichtig, für konsequent barrierefreie Kommunikation und Angebote zu sorgen, damit wirklich alle die Möglichkeit haben, sich auf den gleichen Wissensstand zu bringen. Das betrifft aktuelle Informationen der Regierung, Corona-Apps und auch digitale Unterrichtsmaterialen. Darüber hinaus sollte nicht nur das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in einzelnen Bereichen des öffentlichen Raums empfohlen werden. Besonders ansteckungsgefährdete Menschen sollten so bald wie möglich mit entsprechenden FFP2-Schutzmasken versorgt werden, damit auch sie die Möglichkeit haben, sich bei Bedarf frei im öffentlichen Raum zu bewegen und beispielsweise einkaufen oder zur Arbeit gehen zu können. Ziel sollte ein möglichst risikoarmes aber selbstbestimmtes Leben für alle Menschen sein – auch in der Pandemie.“

Der Beauftragte schließt sich der Forderung der Leopoldina an, Hilfsangebote niedrigschwellig und barrierefrei zugänglich zu machen – sei es für Menschen mit Hör- oder Sehbehinderungen oder mit Lernschwierigkeiten. Vor allem müsse dies aber nachhaltig erfolgen, das heißt sämtliche Entscheidungen sollten auch über Corona hinaus die Diversität der Gesellschaft berücksichtigen und die gleichberechtigte Teilhabe insbesondere auch von Menschen mit Behinderungen garantieren. Dafür sei es wichtig, die Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen am Diskurs zu beteiligen. „Dann birgt die aktuelle Krise auch die Chance, eine inklusive Gesellschaft zu fördern,“ so Jürgen Dusel.